Finess Harfen
Harfenmanufaktur
Johannes Fischer
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D-83112 Frasdorf
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Die Entwicklung der Harfe im Alpenraum

Bereits im Mittelalter, so zeigen Bilder und Schriften, wurde hier im bayerisch-österreichischen Raum in bürgerlichen und höfischen Kreisen Harfe gespielt. Eine erste Erwähnung von Harfenisten im bäuerlich-dörflichen Bereich stammt von Josef Haydn, der beschreibt, dass sein Vater in seiner Kindheit im Jahr 1737 einfache Stücke auf der Harfe spielte. Von da ab mehren sich die Belege, dass die Harfe besonders in der Stadt gepflegt und von dort durch reisende Musikanten, Wanderhändler und Bettler auch in die Dörfer gebracht wurde. Wiener Harfenisten und böhmische Harfner vermittelten dabei die Spielkunst.

Die angeborene Musikalität und die handwerklichen Fertigkeiten, vorwiegend in Tiroler Tälern und bayerischen Gebieten, brachten dann schnell hervorragende Harfenspieler sowie geschickte Harfenbauer hervor. Anfangs wurde sich eher böhmischer Harfenbauformen bedient, doch dann entstand nach und nach eine eigene Tiroler Bauform. Mit den fünfzargigen Resonanzkörpern in gleichmäßiger Krümmung beschreibt man heute die so genannte Tiroler Harfe oder auch Tiroler Liederharfe. Durch die Verbreitung dieser Bauform auch außerhalb Tirols im gesamten Alpenraum wird diese oft auch pauschal Volksharfe genannt. Dieser Musikinstrumentenbau mit sieben Pedalen gehört zur Gruppe der Einfachpedalharfen. Die Pedale dienen der Halbtonverstellung und wurden 1720 vom bayerischen Harfenbauer Jacob Hochbrucker entwickelt. Der letzte Entwicklungsschritt, eine Erweiterung dieser Einfachpedal-Volksharfen von fünf auf sechs Oktaven mit 43 Saiten, ist Johannes Fischer aus Frasdorf mit seinen Finess-Harfen gelungen.

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